Die Schufa

Ihre Kreditwürdigkeit im Spannungsfeld der Banken

Jeder der ein Konto eröffnet oder einen Kredit beantragt kennt sie - Die Schufa(-Klausel). Dabei ist vielen unbewusst, was konkret hinter dieser Auskunftei der Bankwirtschaft steckt.

Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung ist ein Zusammenschluss privatwirtschaftlicher Unternehmen (Versandhandel, Kaufhäuser, Mobilfunkanbieter, etc.) und der Banken. Ihnen ist gemeinsam, dass sie Geld- oder Warenkredite gewerbsmäßig gewähren oder Forderungen einziehen und dabei Daten an die Schufa liefern und abrufen, um potentielle Kreditkunden zu durchleuchten. Denn wer setzt sich schon gerne eine Laus in den Pelz!

Was viele nicht wissen ist, welche Daten bei der Schufa hinterlegt sind:

Angaben zur Person

  • Name, Vorname
  • Gebutsdatum
  • Geburtsort
  • Aktuelle Adresse
  • Vorherige Adressen

Kreditdaten

  • Höhe der Kredite und Laufzeit
  • Leasingraten, Mietdauer
  • Bürgschaften
  • Kreditkartendaten
  • Eröffnung von Girokonten mit Überziehungsrahmen
  • Eröffnung von Telkommunikationskonten

Negativmerkmale

  • Scheckkartenmissbrauch
  • Kreditkartenmissbrauch
  • Fristlose Kündigung eines Girokontos wegen missbräuchlicher Nutzung
  • Einlösung ungedeckter Schecks
  • Mahnbescheide
  • Pfändungen
  • Eingeleitete Zwangsvollstreckungsmaßnahmen
  • Einspruch / Widerspruch gegen Mahn- und Vollstreckungsbescheide
  • Eintragung aus dem Schuldnerverzeichnis der Amtsgerichte (Insolvenzverfahren, Offenbarungseid)

Werturteile darf die Schufa nicht abgeben und das Datenschutzgesetz muss sie ebenfalls befolgen:

Unzulässige Daten

  • Familienstand
  • Zahl der Kinder
  • Einkommen
  • Guthaben
  • Depotwerte
  • Sonstige Vermögensverhältnisse

Die erfassten Informationen darf die Schufa nur an ihre Vertragspartner und die betroffenen Personen weitergeben. Als Betroffener hat man nach § 34 BDSG verschiedene Rechte:

  • Eigenauskunft über die gespeicherten Daten
  • Nachweis über die Informationsempfänger
  • Kostenfreie Berichtigung fehlerhafter Daten
  • Anspruch auf Schadenersatz bei erwiesenen Nachteilen
  • Sperrung strittiger Daten bis zu deren Klärung

Darüber hinaus werden die erfassten Daten nicht ewig gespeichert sondern nach einer bestimmten Zeit gelöscht:

  • Kredite werden 3 Jahre nach deren Tilgung gelöscht
  • Giro- und Kreditkartenkonten nach deren Auflösung
  • Kundenkonten des Handels nach 3 Jahren
  • Negativmerkmale nach 3 Jahren, soweit die Schuld innerhalb dieser 3 Jahre beglichen wurde. Andernfalls wird der Betrag der Restschuld für weitere 3 Jahre gespeichert

Mündliche Auskünfte erteilt die Schufa meines Wissens kostenfrei. Eine schriftliche Auskunft ist gebührenpflichtig.

Weitere Infos können unter www.schufa.de abgerufen werden.

Damit es erst gar nicht zu einem Negativeintrag kommt, sollten Sie Ihre Kreditarrangements jederzeit in Ordnung halten. Das ist nicht immer ganz einfach. Ich helfe Ihnen hierbei jedoch gerne weiter, damit Sie möglichst immer liquide sind und Ihre Kreditwürdigkeit nicht leidet...

© 02.09.05, Carsten Geis

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